Pfarre Matrei im Seelsorgeraum Matrei-Kals-Huben
Felsenkapelle “Maria Stein”
Am Samstag, 09 August 2025, kamen über 300 Menschen zur Einweihung der neuen Felsenkapelle auf der äußeren Steiner Alm.
Dekan Ferdinand Pittl zelebrierte eine Messe inmitten der eindrucksvollen Bergwelt. Hansl Klaunzer sorgte für die musikalische Umrahmung und komponierte sogar ein eigenes Stück für die
Kapelle “Maria Stein”. Dieses erlebte im Rahmen der Einweihung seine Uraufführung. Mit diesem Tag gingen drei Jahre Arbeit zu Ende. Karl Wibmer, vlg. Erlschmied, seine Frau Hanne, Erich
Klaunzer und Karl Resinger haben sich mächtig “ins Zeug gelegt”. In mühevoller Handarbeit musste vorhandener Raum im Felsen vergrößert werden.
Sprengarbeiten waren aufgrund der nahegelegenen Materialseilbahn nicht möglich. Daher kamen “sanftere” Methoden wie z.B. Schremmer bzw. Meißel zum Zug. Allmählich entstand in der Felsnische ein Raum, der einen Altar, einen Kreuzweg, eine Bank und religiöse Symbole beherbergt. Ein wunderschöner Boden von der Fa. Green aus Huben rundet das Innere der “kleinen Kirche” hervorragend ab. Auch der Außen-
bereich präsentiert sich schön gestaltet und lädt ein, die Kapelle zu betreten und innezuhalten.
Zur Entstehung
Diesem Gelöbnis, eine Felsenkapelle zu bauen, ging eine gesundheitliche Herausforderung voraus. Karl erlitt im Dezember 2021 einen Schlaganfall, der sein Leben komplett veränderte. Glück-
licherweise hinterließ er keine bleibende Schäden, somit stand seinem Plan nichts mehr im Wege, denn diese Höhle hat ihn ja schon als Kind fasziniert. Der Alpherr, Kaspar Trutschnig aus
Nikolsdorf, stand der Idee von Anfang an positiv gegenüber. Sonja und Martin von der Steiner Alm haben mit unzähligen Aufzugsfahrten einen ganz wichtigen Beitrag geleistet.
Auch ein Vergelt’s Gott an jene, die uns mit Material und Geldspenden unterstützt haben.
Ein Raum, der “Karl-von-Thieme” als Kühlung von Lebensmittel diente, ist mittlerweile zur zweiten Felsenkapelle in Matrei geworden. Sie ist jedes Jahr zugänglich, wenn die Steiner Alm offen ist.
Am großen Felsen thront oben ein kleiner Turm. Beim Klang der Glocken kommen die Berge zwischen Bretterwand und Nussingkogel als “Nachbarn” so richtig zur Geltung. Die Steiner Alm
ist damit um ein “Juwel” reicher geworden.
Werner Gatterer und Hanne Wibme




