Ein herzliches Grüß Gott, geschätzte Pfarrgemeinden im Seelsorgeraum!
Allerseelen - Seelenmonat November
Eine ältere Frau pflanzte ein Apfelbäumchen. Da lachten die Leute und sagten zu ihr: „Warum pflanzt du dieses Bäumchen? Viele Jahre werden vergehen, bis es Früchte trägt, und du selbst wirst von diesem Bäumchen keine Äpfel mehr essen können?“ Da antworte die Frau: „Ich selber werde keine ernten, aber wenn nach vielen Jahren andere die Äpfel von diesem Baum essen, werden sie mir dankbar sein.“
Unser Leben hat ein Ende. Wir wissen es. Einmal wird es für jeden Menschen Zeit zu gehen. Aber wir leben weiter in den Erinnerungen und in unseren Taten. Vieles von uns wird nicht sterben, vor allem unsere guten Werke nicht. Sie sind das, an das sich Hinterbliebene erinnern. Da können Jahre und Jahrzehnte vergehen, wir erinnern uns immer noch an die gütigen, fleißigen und lieben Hände, Worte, Gesten.... eines lieben Menschen.
Wir dürfen uns auch getragen wissen von der Hand Gottes, vom barmherzigen Blick der Liebe. Er ist es, der uns jeden neuen Tag schenkt. Jeder Tag ist wie eine neue Seite in einem Buch. Es ist unsere Seite. Jeden Tag dürfen wir sie beschreiben. Wir dürfen jeden Tag neu gestalten nach unserem Willen... Gott begleitet uns dabei. Er geht mit uns, er beschützt uns und segnet uns.
„Der Name des Herrn sei über mir ausgerufen! Verlass mich nicht, Herr, mein Gott!“, so beten wir in der Komplet, dem Nachtgebet der Kirche. Der Name Gottes ist über uns ausgerufen. Wir sind gesegnet von Gott. Wir dürfen ihn "Abba - Vater" nennen. Als Christen dürfen wir leben aus dem Glauben, dass der Tod nicht Ende, sondern Beginn eines neuen Lebens ist. Es ist das Leben in Gemeinschaft mit Gott. Ein Leben, in dem es nur die Freude gibt, die Erfüllung unserer tiefsten Sehnsüchte. Diese suchen wir hier immer wieder und können sie auf Erden doch nie ganz finden. Wir sind dazu geschaffen, und es ist das tiefste Verlangen unseres Inneren. Auch wenn wir uns dessen vielleicht nicht bewusst sind: jeder Mensch sehnt sich im Letzten nach dieser Erfüllung des Lebens – die einen Namen hat: Gott.
So darf ich euch allen einen gesegneten November und alles Gute wünschen,
Dekan Ferdinand ☺️





