Ein herzliches Grüß Gott, geschätzte Pfarrgemeinden im Seelsorgeraum!
Erntedank
ein Fest, das uns zunächst an die Natur denken lässt. Immer wieder hören und lesen wir in den Nachrichten, wie schnell durch ein Unwetter ganze Landstriche verwüstet sein können, wie schnell eine ganze Ernte vernichtet sein kann, oder wie auch die Natur unter Hitze oder Kälte, Dürre oder Nässe leiden kann. Nicht umsonst trägt die Natur noch einen Beinamen: "Mutter." Unsere "Mutter Natur" - wir müssen auf sie aufpassen, wir müssen sie schützen und wir müssen als Menschen des 21. Jahrhunderts gut mit ihr umgeben, dass auch unsere Nachkommen auf diesem Planeten ein gutes Leben haben können.
Erntedank - ein Fest, das uns für die Ernte danken lässt.
Es ist zunächst ein großes "DANKE" an Gott, der uns die Natur geschenkt hat, ein "DANKE", dass wir auf einem so schönen Teil des Planeten Erde leben dürfen, dass wir eine so schöne Heimat haben.
Ja, wir bewundern und bestaunen die Natur, die Schönheit, die auch in den kleinsten Pflanzen und Tieren zu finden ist. Alles ist aufeinander abgestimmt, nicht nur der Kreislauf der Jahreszeiten, auch die Pflanzen und Tiere sind, wie von einer unsichtbaren Hand geleitet, auf das Leben eingestellt. Ein ewiges "Werden und Vergehen" leitet die Schöpfung
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Erntedank - ein Dankesfest für alles Schöne und Gute,
das uns umgibt, das wir täglich erleben, das uns täglich geschenkt wird, durch die Schöpfung, durch Menschen und Tiere. Wir wissen, es ist vieles nicht selbstverständlich.
Hermann Hesse sagte einmal: "Alle Tage rauscht die Fülle der Welt an uns vorüber; alle Tage blühen Blumen, strahlt das Licht, lacht die Freude.
Manchmal trinken wir uns daran dankbar satt, manchmal sind wir müde und verdrießlich und mögen nichts davon wissen; immer aber umgibt uns ein Überfluss des Schönen.
Das ist das Herrliche an jeder Freude, dass sie unverdient kommt und niemals käuflich ist; sie ist frei und ein Gottesgeschenk für jedermann."
Erntedank ist aber auch ein Fest,
wo wir dankbar auf das schauen, was an Gutem geschieht oder geschehen ist, welche "Früchte" sozusagen aufgegangen sind. Vieles haben wir durch unsere Arbeit und unseren Fleiß ausgesät, damals vor einigen Jahren vielleicht. Da kann das Erntedankfest übergehen in das "LEBENSDANKFEST." Wir können dankbar auf das schauen, was uns gelungen ist im Leben, was wir im Laufe der Zeit "ausgesät" haben und wo wir nun den Erfolg genießen dürfen, wo wir jetzt "die Ernte" davon erleben dürfen.
Aussäen und Ernten.
Mit dem Aussäen geht die Hoffnung einher, dass sich der Erfolg einstellen möge. Aber, wer nicht aussät, kann auch nicht ernten. Schon früh merkten die Menschen, dass es auch ihre Mühe, Anstrengung, ihren Fleiß und ihre Pflege braucht, "damit etwas draus wird…"
Anselm Grün schreibt:
"Die ersten Feste, die Menschen gefeiert haben, waren Aussaat- oder Erntefeste. Aussäen und Ernten prägten das Bewusstsein der frühen Menschen. Davon hing ihr Wohlergehen ab. Beides waren auch Bilder für ihr eigenes Leben....
Es braucht die Anstrengung des Menschen, damit er ernten kann. Das ist ein Bild für seine Entwicklung. Ohne Anstrengung wird der Mensch nicht Mensch. Und wer nur daheim bleibt, ohne auszusäen, der wird auch in seiner persönlichen Entfaltung keine reiche Ernte einbringen. Aussäen bedeutet, sein Herz an etwas hängen, sich mit ganzem Herzen für etwas engagieren. Dann bekomme ich auch etwas zurück. Dann werde ich auch reichlich ernten."
In diesem Sinn sagen wir "Gott sei Dank" beim Erntedankfest!
Ich wünsche allen einen gesegneten Monat Oktober und alles Liebe und Gute,
Dekan Ferdinand ☺️





