Ein herzliches Grüß Gott, geschätzte Pfarrgemeinden im Seelsorgeraum!
Psalm 23
Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher.
Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang
und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.
...sehr oft hören oder lesen wir den Psalm 23: "Der Herr ist mein Hirte!" ... doch was bedeuten diese Verse?
Petra Stadtfeld schreibt dazu:
"Was bringt mir der Glaube?" fragen junge Menschen oft provokant wie ernsthaft. "Was habe ich davon, wenn ich an Gott glaube?"
In meiner beruflichen Tätigkeit erlebe ich junge Menschen neugierig und interessiert, wenn Glaubende von ihrer religiösen Überzeugung sprechen. Es lässt sie aufhorchen, wenn jemand von seiner persönlichen Gottesbeziehung spricht und von seinen konkreten Glaubenserfahrungen. Es ist spannend zu hören, wo Glaube echte Lebenshilfe wurde und Gottes Gegenwart im Leben eines Menschen spürbar geworden ist.
Ein beeindruckendes Zeugnis der Nähe, Hilfe und Gegenwart Gottes gibt der Beter in dem Psalm. Er hat erfahren, dass Gott auf ihn achtgibt und für ihn sorgt, so wie es ein guter Hirte für seine Schafe tut. Er fühlt sich von Gott behütet und kann sich getrost seiner Führung überlassen, er ist sich sicher, dass es ihm an nichts fehlen wird.
Aus den Worten des Beters spricht ein starkes Gottvertrauen. Er hat seinen Frieden gefunden, nicht durch materielle Absicherung oder ein großes Vermögen, sondern in der persönlichen Beziehung zu Gott. Diese gefühlte Gewissheit lässt ihn ruhig und zuversichtlich sein.
Gott behütet und führt auch uns. Er ist da, wenn wir brauchen. Er lässt sich finden, wenn wir ihn suchen. Auch wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott unser Verlangen nach Leben, Liebe und Geborgenheit kennt und stillen kann. In Gott haben wir einen treuen Begleiter und Beschützer an unserer Seite, der achtgibt, dass wir nicht verloren gehen."
Ich wünsche euch allen diese Erfahrung von Gottes Nähe, Schutz und Segen, wie es der Psalm 23 zur Sprache bringt, sowie einen schönen und feinen Herbstmonat September, ganz herzlich,
Dekan Ferdinand ☺️





