Hinführung zum Sonntag - Impulse aus der missionarischen Pastoral der Diözese Innsbruck

25. Sonntag im Jahreskreis (A), 20.09.2020, Mt 20,1-16a, Hinführung
Theresia Stonig


Nach der Rede über die Gemeinschaft verlässt Jesus mit seinen Jünger*innen Galiläa und
zieht in das Gebiet von Judäa. Viele Menschen folgen ihm nach und er heilt sie. Er spricht
zu den Themen Ehe, Ehescheidung und Ehelosigkeit, segnet die Kinder und lehrt über die
rechte Nachfolge. Am Ende des 19. Kapitels stellt Petrus die Frage, welchen Lohn sie
bekommen, da sie alles verlassen haben, um Jesus nachzufolgen. Jesu Antwort lautet
sinngemäß: Jeder, der ihm nachfolgt, wird das ewige Leben erben (siehe 19,29).
Anschließend erzählt er das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg.


In Palästina gab es sehr viele Tagelöhner, die von der Hand in den Mund lebten. Zum
Überleben brauchten sie einen Denar pro Tag. Es gab viele Arbeitslose, die arbeiten
wollten, die jeden Morgen zum Markt gingen, um Arbeit zu finden, aber es gab einfach zu
wenig Arbeit. Die Arbeiter der elften Stunde können wir mit Menschen heute vergleichen,
die schon lange arbeitslos sind und keine Chance auf einen für sie passenden Job haben.
Jesus erzählt die Geschichte so, dass die Arbeiter, die den ganzen Tag geschuftet haben
genau mitbekommen, dass die letzten, die gekommen sind gleich viel bekommen. Die
Arbeiter der ersten Stunde fühlen sich unfair behandelt, doch der Gutsbesitzer spricht zu
einem der Arbeiter: „Dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir
vereinbart?“
Ein anderer Blickwinkel: Der Besitzer des Weinberges hat im Laufe des Tages mehr
Arbeiter eingestellt, als er in der Früh kalkuliert hat. Er hat also insgesamt mehr Lohn
ausbezahlt. Er hätte auch das ursprünglich kalkulierte Geld auf alle Arbeiter aufteilen
können und damit hätten die ersten auf jeden Fall weniger bekommen als ausgemacht.
Aber der Weingutbesitzer hält sich an sein Versprechen und bleibt fair. Er betont, dass er
mit dem was ihm gehört tun kann, was er will und fragt: „Ist dein Auge böse, weil ich gut
bin?“ Mit dem „bösen Auge“ spricht er den Arbeiter auf seinen Neid an. Durch die
Formulierung in der Du-Form spricht Jesus jeden Leser konkret an.


Jesus spricht in diesem Gleichnis von der Güte Gottes. Gott geht es darum, dass jeder
genug zum Leben hat. Jeder, der sich zur Mitarbeit im Weinberg rufen lässt, jeder der
bereit ist - egal ob früher oder später - bekommt den gleichen Lohn. Damit ist es eine
Antwort auf die Frage des Petrus, welchen Lohn sie bekommen werden, sie, die Jesus als
erstes nachgefolgt sind. Sie werden ins Himmelreich kommen, aber genauso alle anderen,
die bereit sind, Jesus nachzufolgen.


Zum Weiterdenken:


1. Wo erleben wir Neid?
2. Kennen wir Langzeitarbeitslose in unserem Umfeld?
3. Was können wir tun, damit jeder genug zum Leben hat?


Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der Missionarischen Pastoral
der Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

Kontakt Pfarre Matrei & Seelsorgeraum Matrei - Kals - Huben

 

Pfarramt St. Alban Matrei

Kirchplatz 1, 9971 Matrei in Osttirol

Tel: +43 4875 6507

Fax +43 4875 5262

info@pfarre-matrei.at

 

Öffnungszeiten Pfarrbüro:

Montag, Donnerstag: 9 bis 12 Uhr

Mittwoch: 14 bis 17 Uhr

Dienstag und Freitag: kein Parteienverkehr.

 

Pfarramt St. Rupert Kals

Ködnitz 8, 9981 Kals a. Großglockner

Tel: +43 664 137 40 49

Fax: +43 4876 22 170

info@pfarre-kals.at

 

Öffnungszeiten Pfarrbüro:

Dienstag und Donnerstag: 9.00 – 11.00 Uhr

Mittwoch: 16.00 – 18.00 Uhr

Huter Christine: Handy Nr.: +43 664 865 55 31

 

>> Aktuelles Pfarre Matrei

>> Aktuelles Pfarre Kals

>> Aktuelles Kaplanei Huben

>> Bildergalerien Matrei

>> Bildergalerien Kals 

>> Bildergalerien Huben

 

 

 

 

facebook