Aus unseren Pfarren im Seelsorgeraum Matrei-Kals-Huben

Ein herzliches Grüß Gott!

Geschätzte Pfarrgemeinden, liebe Kinder, liebe Jugendliche!

...Der Glaube trägt!

"Julianne Moore war um die 50, verheiratet, hat drei erwachsene Kinder, war als Universitätsprofessorin international bekannt, sportlich und auch sozial in guten Kreisen. Ein perfektes Leben kann man sagen. Doch plötzlich beginnt ihr Leben sich zu verändern. Mitten in einem Vortrag fiel ihr ein Wort nicht mehr ein, sie verlor die Orientierung im eigenen Wohnviertel, sie vergaß, dass ihr Sohn eine neue Freundin hatte...


Und dies waren nur die ersten Anzeichen einer Krankheit, die sie von einem Neurologen prognostiziert bekam: Alzheimer. Ihre Welt brach zusammen. Im Normalfall sind nur ältere Personen davon betroffen, sie galt als Ausnahmefall. Sie wird ihre Erinnerungen an die Vergangenheit vergessen, aber genauso Alltägliches und Normales werden ihr fremd werden. Alles, wofür sie im ganzen Leben gearbeitet hat, wird verschwinden. Es wird nie mehr gut werden und sie wird sich immer mehr von sich selbst entfernen. Und dies obwohl sie versucht, durch Gedächtnisübungen und Training der Krankheit entgegenzuwirken, der Fortschritt war unübersehbar. Sie vergaß Verabredungen, vergaß Namen, Gesichter, Routinetätigkeiten, verliert ihren Job, verliert Erinnerungen, wie ihre Kinder aussehen. Alles, was sie hat, war in ihrem Kopf und der hat aufgegeben.
Ihr Mann hat ihr versprochen, immer bei ihr zu bleiben, sie nie allein zu lassen. Doch die intelligente, schöne Frau mit Scharm und Humor, die Powerfrau, die vor keiner Schwierigkeit zurückschreckte, die Frau, in die er sich verliebt und geheiratet hatte, die gab es nicht mehr. Stattdessen sieht er all ihre Qualitäten schwinden: als Mutter, als Ehefrau, als Professorin. Sie wurde zum Pflegefall."

(Quelle unbekannt)


Nun, das ist ein tragisches Schicksal für einen Menschen, ja für die ganze Familie. Da fragen wir dann nach Gott... da fragen wir uns: "Wo ist die helfende Hand Gottes?" Da geht es uns so ähnlich wie den Jüngern im Boot: sie mühen sich ab und drohen auf der stürmischen und aufgewühlten See unterzugehen. (Mk 4,35-41) Angst ergreift sie. Todesangst sogar. In ihrer Not und als sie sehen, dass sie mit ihrer eigenen Kraft nicht mehr viel ausrichten können, denken sie an Jesus. Aber sie merken: er schläft. Da brechen innere Vorwürfe auf, sie können das nicht verstehen, wie kann er jetzt schlafen! Bestürzt fragen sie: "Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?" - Auch wir sind manchmal in einer solchen Situation, in der wir genau die gleichen Worte sagen oder nach Gott fragen, ob in der Corona-Pandemie, ob in persönlichen Problemen, ob in Beziehungsproblemen, oder tragischen Unglücksfällen, die einem den Atem still stehen lassen... das Herz/die Seele gleicht einem vom Sturm aufgepeitschten See, die Wogen gehen hoch...


Ich lade ein, das Evangelium (Mk 4,35-41) zu meditieren. Jedoch dürfen wir uns nicht zu sehr auf den Sturm konzentrieren, auf das "aufgewühlte Meer!" Denn vielmehr liegt der Akzent auf Jesus, der zum Sturm sagt: "Schweig, sei still!" Das heißt: Jesus tritt hier als Messias hervor, als Herr über Himmel und Erde, als Herrscher der Welt. Er wirkt Wunder - auch heute noch. Entscheidend dabei ist eine kleine Frage Jesu an die Jünger: "Habt ihr Glauben?" Diese Frage stellt sich auch heute an uns: Vertrauen wir darauf, dass Jesus mit uns im selben Boot sitzt und uns in den Unwettern unseres Lebens nicht im Stich lässt, oder sind wir vor Angst wie gelähmt? Wie und wo könnten wir seine Hilfe erfahren?


Unser Glaube kann manchmal sehr hart auf die Probe gestellt werden. Glaube ist weder selbstverständlich noch einfach, man kann nicht "glauben lernen", man kann ihn nicht wie ein Medikament in der Apotheke kaufen. Glauben wird von jedem Menschen anders erfahren und gelebt.
Allerdings erfahren gerade Menschen, die schwere Schicksalsschläge erlitten haben, den Glauben als tragendes Fundament. Viele davon suchen in ihm letzten Halt. Sie stellen sich selbst die Frage: "Hilft mir der Glaube jetzt?" Wenn das Herz innerlich einem stürmischen See gleicht, suchen Menschen Zuflucht bei Gott. Manches können wir nicht verstehen und doch spüren wir die Nähe eines liebenden Gottes. Das beste Beispiel -Petrus. Auf dem See ging er zu Jesus hin. Faszinierend - auf dem Wasser gehen können - wie im Film! Doch dann sah er die drohenden Wellen, die Tiefe des Sees, die Bedrohung und begann unterzugehen. Und in seiner Todesangst schrie er: "Herr, rette mich!" Jesus streckte ihm die Hand entgegen und rettete ihn. Er sagte zu ihm: "Petrus, warum hast du gezweifelt?"


Es geht eben darum: solange wir auf Jesus blicken, ihn im Blick haben, gehen wir nicht unter!


An jenem Tag,
als es Abend geworden war,
sagte Jesus zu seinen Jüngern:
Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren.
Sie schickten die Leute fort
und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg;
und andere Boote begleiteten ihn.
Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm
und die Wellen schlugen in das Boot,
sodass es sich mit Wasser zu füllen begann.


Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief.
Sie weckten ihn
und riefen:
Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?
Da stand er auf,
drohte dem Wind
und sagte zu dem See: Schweig,
sei still!
Und der Wind legte sich
und es trat völlige Stille ein.
Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst?
Habt ihr noch keinen Glauben?
Da ergriff sie große Furcht
und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser,
dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?

 

So wünsche ich allen einen guten Monat Juni,

Dekan Ferdinand ☺️

 

 

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